Semesterprogramm

Hier informieren wir über unsere aktuellen Lehrveranstaltungen. Weitere Details werden jeweils in der Entwurfsvorstellung, beim Seminarbasar und im Semesterbooklet bekanntgegeben.

Wintersemester 2026_27

Master Entwurf / Bachelor Thesis

Modul 15-02-7421
Städtebaulicher Entwurf / Master und BA-Thesis

Küche, Bad, Rheinblick

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
M. Sc. Valentin Braun

Termine
1. Treffen/Einführung:
14.10.2026, 10:00 Uhr FG Est
Abgabe/Präsentation:
03.02.2027 am FG Est
design studio Termine (Betreuung):
mittwochs ab 10 Uhr am FG Est

Wie wird aus einem Gewerbestandort ein spannendes Stadtquartier, das eine neue Generation städtischen Wohnens anbietet? In der Stadt Speyer mit Blick auf den Rhein und unweit von Innenstadt und Dom hat die Transformation schon begonnen: Die denkmalgeschützte Schlachthofhalle mit Kaffee-Rösterei, Yoga-Studio und Popup-Café im Industriehof Speyer sind im besten Fall schon Vorboten für das, was auf dem Gelände eines Küchenherstellers und der Lagerhalle eines Einzelhandelsanbieters zukünftig entstehen soll. Maßstab sind nicht die schwergewichtigen Rheinvillen für zahlungskräftiges Klientel, sondern eine neue Nachbarschaft mit hohem Anteil an öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau Wie es sich zwischen Konservendosen, Dom und Rhein leben lässt, möchten wir mit Ihnen erkunden, in Atmosphären ausloten und in Plänen und Modellen überprüfen. Es geht um das Wohnen in einem neuen Quartier, das mit dem Bestehenden arbeitet und eine neue Adresse für sich findet. Ziel ist die Entwicklung eines zukunftsfähigen Stadtquartiers mit einem besonderen Schwerpunkt auf gemeinwohlorientiertem Wohnungsbau, der soziale, ökologische und räumliche Qualitäten miteinander verbindet.
Der Entwurf eröffnet Ihnen die Möglichkeit an einem studentischen Wettbewerb mit Preisgeldern in Höhe von 2.500 Euro teilzunehmen.

Städtebau V – Entwurf

Modul 15-01-0451

Frankfurt Ginnheim – Urbanität am Rand

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll
Prof. Dr.-Ing. M. Arch. Martin Roth
Dr. habil. Nebojsa Camprag
M.Sc. Robin Pascal Kuppler
M.Sc. Lara Reusch
M.Sc. Yane Marie Conradi
M. Arch. Joshua Yates
M. Sc. Monja Kulla

Termine
Kick-Off : 14.10.2026, 11:40, Raum L3|01 R93
Regeltermine : Donnerstags um 11:40 Uhr
Abgabe & Abschlusspräsentation 28.01.2027
Exkursion : 22.10.2026

Dieser Städtebauentwurf stellt sich die Frage wie eine zeitgemäße Urbanität am Rand der Stadt zu entwickeln ist. Wie man Nachbarschaften entwerfen kann, die eine hohe Lebensqualität in einem vielfältigen menschlichen Alltag gewährleisten und gleichzeitig passende Lösungen für das „Lokale“ und die großmaßstäbliche Bedeutung von städtischer Infrastruktur finden. Es gibt eine lange Geschichte von Planung neuer Quartiere und Ortszentren an suburbanen Bahnstationen, an die wir mit diesem Projekt anschließen. Diese Geschichte begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Ausbau der ersten S-Bahn, der Londoner „Metropolitan Line“, und ihrem Konzept vom „Metro-Land“. Aber unser Verständnis von Urbanität hat sich verändert, und nun benötigen wir eine Vision für eine neue Art von Urbanität am Stadtrand. Hier wird nicht mehr nur gewohnt, sondern auch gelebt und gearbeitet. Wie kann Raum für Wohnen, Arbeiten, Freizeit, soziale Interaktion und Ausruhen integriert entwickelt werden? Wie können Freiräume durch eine Verknüpfung mit der lokalen Grüninfrastruktur Lebensqualität gewährleisten? Diese und andere Fragen werden im Laufe des Projekts bearbeitet.Das Entwurfsgebiet ist in Frankfurt-Ginnheim verortet, wo vor kürzlich eine neue S-Bahnstation eröffnet wurde, ohne städtebauliches Konzept für die Integration in die Umgebung. Die Aufgabe dieses Entwurfs ist es, diese Situation städtebaulich zu lösen; eine neue Verbindung zwischen Stadt und S-Bahnstation zu schaffen, die Lücke zwischen Bahntrasse und bestehender Bebauung zu schließen und eine neue Nachbarschaft zu entwickeln. Der städtebauliche Entwurf wird parallel zu dem EnKo-Modul angeboten, welches sich mit der S-Bahnstation Ginnheim beschäftigt.

Übung: Städtebau I – Bachelor 3. Sem.

Modul 15-01-0436

Einführung: 13.10.2026 um 16:15 Uhr
L1|03 A93 (Max-Guther-Hörsaal)
Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff

Vorlesung:
Dienstags 16:15 Uhr

L3|01 A93 (Max-Guther-Hörsaal)
Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
Prof. Dr.-Ing. Martin Roth (Fachgebiet Entwerfen, Landschaftsarchitektur und Stadtökologie).
Übung:
Freitags. Informationen zu Warm-Up und Übung werden im Rahmen der Vorlesung Städtebau I im Hörsaal mitgeteilt. Weitere Informationen finden sie nach Einschreibung im Moodlekurs.

Betreuer:
Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
M. Sc. Valentin Braun
M. Sc. Vanessa Jansen

Ziel der Übung ist die Schulung des Analyse- und Konzeptionsprozesses im städtebaulichen Entwurf. Erlernen Sie die analytische Wahrnehmung von Stadtstrukturen, Gebäudetypologien, Freiraumqualitäten und Raumnutzungen. Es werden Methoden, Maßstäbe und Instrumente erlernt und erprobt, um gewonnene Erkenntnisse systematisch zu visualisieren und in Konzepten bis hin zu einem ersten Entwurfsansatz weiter zu entwickeln. Dabei sammeln Sie Erfahrungen mit städtebaulichen Themen und spezifischen Maßstäben. In einer Warm-Up Übung nähern sie sich zunächst räumlicher Praxis und urbanen Realitäten an. In weiteren Kurzübungen und einer Exkursion stoßen Sie auf Fragen der Verkehrsinfrastruktur, der Vermittlung zwischen Wohnen, produzierendem Gewerbe, Kulturorten und öffentlichen Interessen und nicht zuletzt von räumlicher Praxis und guter Gestaltung. Die Übungsreihe wird mit der Abgabe eines Portfolios aus den semesterbegleitenden, bewerteten Teilübungen abgeschlossen.

Seminar: Werte im Wandel

Module 15-02-7850

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
Dipl.-Betriebsw. Joachim Kurkowski
Dipl.-Ing. Goran Medan

1. Termin: 19.10.2026
L3|01 Seminarraum FG Est
Betreuung:
Montags 10:00 – 11:30 Uhr

Aufgabenstellung:
Neue Nutzungskonzeption und Auswirkungen auf den Immobilienwert
Gegenstand des Seminars ist das 2008 errichtete ehemalige Haupteingangs- und Servicegebäude des Luisenparks Mannheim. Das Gebäude diente ursprünglich der Bündelung von Einlass, Kassen, Büro- und Serviceflächen, Luisenparkshop sowie Gastronomie. Heute steht es bis auf eine kleine gewerbliche Nutzung im Erdgeschoss weitgehend leer.
Aufgabe:
Für das Bestandsgebäude ist eine neue, langfristig tragfähige Nutzungskonzeption mit einem Schwerpunkt auf ESG zu entwickeln. Darauf aufbauend sind die Auswirkungen der neuen Nutzung auf den Immobilienwert nach ImmoWertV zu untersuchen.
Die Bearbeitung umfasst:
• kompakte Bestands- und Standortanalyse
• Entwicklung eines Nutzungs- und Flächenkonzepts
• Darstellung erforderlicher baulicher Veränderungen
• Herleitung marktgerechter Miet-, Pacht- oder Ertragsansätze
• Ertragswertermittlung nach ImmoWertV
• Sachwertermittlung nach ImmoWertV
Im Mittelpunkt steht die Frage:
Wie kann das Gebäude durch eine neue Nutzung nachhaltig aktiviert werden und welche Auswirkungen ergeben sich daraus auf Ertrag und Immobilienwert?
Leistungsnachweis
Einzureichen sind die Nutzungskonzeption mit Flächenprogramm und schematischer Darstellung der baulichen Eingriffe auf einem DIN A 0 Plakat sowie die nachvollziehbare Ertrags- und Sachwertermittlung gemäß ImmoWertV einschließlich einer abschließenden begründeten Wertableitung auf Din A 4 Format.
Ziel des Seminars ist es, die Wechselwirkungen zwischen Nutzungskonzeption, baulicher Transformation und Immobilienwert zu untersuchen.

Seminar: Endlich Bauen II

Module: 15-02-7851

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
Dr.-Ing. Henning Hager

1. Treffen: 16.10.2026 13:30 Uhr, L3|01 Hörsaal A98
Weitere Termine:
23.10. / 30.10. / 06.11. / 13.11. / 20.11. / 27.11.
jeweils 11:40 – 17:20 Uhr
L3I01 Hörsaal A98

Der Wunsch der Erstellung eines „eigenen“ Bauwerks ist häufig Ausgangspunkt der Berufswahl des Architekten.In Endlich Bauen I werden die Leistungspflichten und die Vergütung des Architekten und anderer Projektbeteiligter und die Ablaufplanung behandelt.
Hierauf aufbauend auf Endlich Bauen I, jedoch auch unabhängig belegbar, beschäftigt sich Endlich Bauen II mit dem Bauvertragsrecht nach BGB und VOB/B, der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, der Kalkulation des Bauunternehmers und seiner Abrechnung und Vergütung, Preisanpassungsmechanismen bei zusätzlichen und besonderen Leistungen und weiteren Themen der HOAI-Leistungsphasen 6 – 8. Ziel der Veranstaltung ist es, die Teilnehmer(inn)en auf einen möglichen Einstieg in die Berufsausübung der HOAI-Leistungsphasen 6 – 8 vorzubereiten.

Seminar: Autumn School Workshop Speyer

Modul: 15-02-7852

Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
M.Sc. Valentin Braun

Termin:
Montag 21.09. bis Freitag 25.09.2026 in Speyer

Eine Herbstschule zwischen Stadtspaziergängen, Impulsvorträgen aus Architektur, Stadtentwicklung und Projektpraxis, Modellbau und Konzeptskizzen: Gemeinsam erkunden wir, wie sich ein Industrieareal am Rhein in ein lebendiges Wohnquartier verwandeln lässt – mit gemeinsamen Mahlzeiten vor Ort und Übernachtung zwischen Skizzen und Modellen. Ziel ist die Annäherung an atmosphärische Qualitäten des Ortes, an Möglichkeiten der Vernetzung des Quartiers in seine städtische und landschaftliche Umgebung und die Entwicklung visionärer Ideen für diesen ungewöhnlichen Ort.

Seminar: Küche, Bad, Rheinblick – Kurzentwurf Speyer

Modul: 15-02-7853
Prof. Dr.-Ing. Annette Rudolph-Cleff
M. Sc. Valentin Braun

Termine:
16.10.2026; 30.10.2026; 06.11.2026
ab 09:00 Uhr
Abgabe und Besprechung: 13.11.2026

Vom Gewerbehof mit Lagerhalle zum Sehnsuchtsort: Kann eine Gewerbebrache zur sozial gerechten Adresse werden und wie sieht das eigentlich in der Praxis aus? Diese Frage steht im Zentrum einer Entwicklung, die in Speyer Kontur annehmen soll. Dabei orientiert sich das Vorhaben am Bild einer durchmischten Nachbarschaft mit hohem Anteil an Sozialwohnungen – ein Statement in Zeiten, in denen Uferlagen meist dem Höchstbietenden vorbehalten bleiben. Im Mittelpunkt steht ein Quartier, das nicht auf der grünen Wiese neu erfunden wird, sondern im Dialog mit dem Bestehenden seine eigene Adresse findet. Und damit auch die Antwort auf die eigentliche Frage: Wer wird hier künftig wohnen – und wie? In drei Schritten suchen wir gemeinsam mit Ihnen nach tragfähigen Konzepten an diesem Standort für das zukünftige Wohnen an diesem Ort.